Die Sitzung begann mit einer Lesung des Psalms 104 (Lied der Schöpfung) TOP 1: Das Protokoll der 10. Sitzung vom 17.5.04 wurde genehmigt. Hierzu wurde angemerkt, dass das Protokoll bereits vor der Genehmigung im Internet veröffentlicht wurde, was in Zukunft vermieden werden sollte. TOP 2: Kirche/Gemeinden der Zukunft; es werden Vorschläge erwartet zur Entwicklung von Handlungsperspektiven, die bis September an den Hauptausschuss des Diözesanrates zu richten sind.
Der Vorsitzende Alfons Galster begrüßt die Mitglieder. Er gibt die Entschuldigungen bekannt. Als geistlichen Impuls trägt Dr. Günter Raab diesmal die „Ansprache einer Kerze“ von Hans Albert Höniges vor. (Anlage) Zur Tagesordnung gibt es keine Einwände. Das Protokoll wird in der vorliegenden Form angenommen. Bei dem TOP „Frühjahrsvollversammlung am 18./19.03.2005“ verweist der Vorsitzende auf die letzte Sitzung, in welcher bereits der Inhalt und Ablauf festgelegt wurde. Er gibt bekannt, dass der Herr Erzbischof das Impulsreferat am Freitag abend übernimmt. Heute gehe es darum, die Themen für die Arbeitskreise zu formulieren. Der Vorstand hat einige Vorschläge vorbereitet, die allen mit der Einladung zugegangen sind. Diese wurden durch zwei weitere Vorschläge von Dr. Helmut Täuber ergänzt.
1. Menschenhandel und Zwangsprostitution sind massive Menschenrechtsverletzungen inmitten unserer Gesellschaft Unter falschen Voraussetzungen in die Bundesrepublik gelockt, verkauft und in Zwangsprostitution gebracht, verlieren Frauen alle Rechte und ihre Würde wird mit Füssen getreten. Aufzeichnungen von betroffenen Frauen durch die Beratungs- und Hilfsorganisationen bringen Lebensgeschichten zu Tage, die man in einem demokratischen Rechtsstaat für nicht möglich hält. Im öffentlichen Bewusstsein fehlt zudem die Kenntnis darüber, dass die Nachfrage und das Verhalten von "Freiern" das Problem vervielfältigen. Denn die Frage der Legalität und der Freiwilligkeit der Arbeit der Frauen spielt für die Kunden in der Regel keine Rolle. Derartiges menschenverachtendes Konsumverhalten bildet die Grundlage für das Delikt Menschenhandel und Zwangsprostitution.
Zu Beginn der Sitzung würdigt Vorsitzender Dr. Unger das Ende Juli verstorbene Sachausschuss-Mitglied Dr. Ludwig Kröner, der sich durch langjähriges Engagement, u. a. als Vorsitzender des Sachausschusses und bei überregionalen Aufgaben große Verdienste um die Öffentlichkeitsarbeit im Erzbistum Bamberg erworben hat.
Von der Mitgliederversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern am 13. November 2004 in Weiden einstimmig beschlossen.
Der Skandal der seit Jahrzehnten anhaltenden Massenarbeitslosigkeit muss beseitigt werden. Dies ist eine zentrale Grundforderung, die das Landeskomitee der Katholiken in Bayern am Samstag, 13. November, im oberpfälzischen Weiden in einer sozialpolitischen Positionsbestimmung einstimmig verabschiedet hat. Die aus allen sieben bayerischen Bistümern stammenden Mitglieder des Landeskomitees verlangten unter anderem, dass in den Tarifrunden der kommenden Jahre die Interessen der Arbeitslosen auf einen Arbeitsplatz im Vordergrund stehen müssten.
Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern fordert bei den notwendigen Sozialreformen und dem Umbau des Sozialstaates mehr Rücksicht auf die Schwächeren in der Gesellschaft. Zum Auftakt der Herbst-Vollversammlung des Landeskomitees erklärte der Vorsitzende Helmut Mangold am Freitag, 12. November, im oberpfälzischen Weiden, man könne denjenigen, die ohnehin mit einem Existenzminimum leben müssten, nicht noch ein paar Prozente wegnehmen, ohne sie in Armut zu stürzen. Die Vollversammlung behandelt als zentrales Thema einen „zukunftsfesten Sozialstaat“ und wird eine an Politik und Wirtschaft gerichtete Positionsbestimmung vornehmen.
Die sozialpolitischen Reformen in Deutschland bedürfen dringend geistiger Verankerung und einer Besinnung auf das Gemeinwohl. Dies ist das Fazit einer Podiumsdiskussion, die das Landeskomitee der Katholiken in Bayern bei seiner dem Thema „Zukunftsfester Sozialstaat“ gewidmeten Herbstvollversammlung am Freitag, 12. November, im oberpfälzischen Weiden unter anderem mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik führte. Mehrfach wurde geäußert, den politischen Reformvorhaben fehle „eine Seele“.
Mit Sorge und Unverständnis hat der Vorstand des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Bamberg auf die jüngste Diskussion um die Feiertage in Deutschland reagiert. Staatliche und insbesondere kirchliche Feiertage „sind keine Verfügungsmasse, um Haushaltslöcher zu stopfen“, hieß es bei der Sitzung am Mittwoch, 10. November 2004 in Bamberg.
Dr. Lugert begrüßte die Mitglieder, in Abwesendheit von Pater Winter übernahm Herr Rother den geistlichen Impuls: Er bezog sich auf das Erntedankfest, dass wir jeden Tag einen gedeckten Tisch haben, dass wir für Gottes Schöpfung in der Form danken sollen, indem jeder nach seinen Fähigkeiten mit der Schöpfung bewahrend umgeht.